Soll ich jetzt in Tokio lüften?
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Tokios Lüftungsprobleme sind von seinem feuchten subtropischen Klima und den extremen jahreszeitlichen Schwankungen geprägt. Die Regenzeit (tsuyu) im Juni–Juli bringt wochenlang 85–95 % Luftfeuchtigkeit – eine Zeit, in der das Öffnen der Fenster Luft hereinlässt, die wärmer, feuchter und unangenehmer ist, als wenn man geschlossen bleibt. Darauf folgt der heiße, feuchte Sommerhöhepunkt im August (33 °C, 75 % Luftfeuchtigkeit).
Außerhalb der Regenzeit hat Tokio ausgezeichnete Lüftungsfenster. Frühling (März–Mai, bevor die Luftfeuchtigkeit steigt) und Herbst (Oktober–November) bieten milde Temperaturen, niedrige Luftfeuchtigkeit und klaren Himmel. Das japanische Konzept kazadōshi (Durchlüften) – Querlüftung durch das Öffnen von Fenstern auf gegenüberliegenden Seiten eines Raums – holt aus diesen angenehmen Zeitfenstern den größten Nutzen heraus.
Die Luftqualität in Tokio hat sich seit den 1960er-Jahren dramatisch verbessert, mit typischen AQI-Werten von 20–40. Im Frühling kommt jedoch erhebliches grenzüberschreitendes PM2.5 aus China, und an Tagen mit hoher Belastung ist es gelegentlich ratsam, die Fenster auch bei sonst angenehmem Wetter geschlossen zu halten.
Im August, dem wärmsten Monat in Tokio, werden nachmittags im Schnitt 33 °C erreicht, nachts sinkt die Temperatur auf 25 °C. Die kühlste Luft gibt es zwischen 04:00 und 07:00 Uhr (im Schnitt 25 °C) – dann kühlt Lüften die Wohnung am schnellsten ab.
In den heißesten Nächten kann die Außenluft wärmer bleiben als drinnen: nur lüften, wenn es draußen kühler ist, und bis 07:00 Uhr wieder schließen.
Im Januar, dem kältesten Monat, am besten gegen 14:00 Uhr 5–10 Minuten stoßlüften – die mildeste Stunde (im Schnitt 9 °C). Die Luftfeuchtigkeit liegt im Mittel bei 62 %: kurzes Stoßlüften hält Kondenswasser und Schimmel fern, ohne viel Wärme zu verlieren.
Feinstaub (PM2.5) ist meist gegen 15:00 Uhr am niedrigsten (18 µg/m³) und gegen 21:00 Uhr am höchsten (36 µg/m³).
| Monat | Ø Höchst | Ø Tiefst | Feuchte | Kühlste Stunden | PM2.5 |
|---|---|---|---|---|---|
| Januar | 9 °C | 0 °C | 62% | 05:00–08:00 | 28 |
| Februar | 11 °C | 1 °C | 59% | 05:00–08:00 | 23 |
| März | 15 °C | 6 °C | 68% | 04:00–07:00 | 26 |
| April | 20 °C | 10 °C | 71% | 04:00–07:00 | 27 |
| Mai | 23 °C | 15 °C | 75% | 03:00–06:00 | 23 |
| Juni | 27 °C | 19 °C | 79% | 03:00–06:00 | 27 |
| Juli | 32 °C | 24 °C | 76% | 03:00–06:00 | 28 |
| August | 33 °C | 25 °C | 76% | 04:00–07:00 | 20 |
| September | 29 °C | 22 °C | 79% | 04:00–07:00 | 21 |
| Oktober | 22 °C | 14 °C | 77% | 04:00–07:00 | 25 |
| November | 17 °C | 9 °C | 73% | 05:00–08:00 | 33 |
| Dezember | 12 °C | 3 °C | 66% | 05:00–08:00 | 36 |
Daten: historisches Archiv von Open-Meteo, Stundenmittel 2021–2025 (Luftqualität 2023–2025), Ortszeit.
Richtig lüften im Winter in Tokio – ohne Kondenswasser und Schimmel →
In Tokio sind frühmorgens (5–8 Uhr) und spätabends (nach Sonnenuntergang) meist am besten, wenn die Außentemperatur unter die Innentemperatur fällt.
In den meisten Fällen ja. Lüften kann die Innentemperatur in 30 Minuten um 2–5°C senken, wenn die Außenluft kühler ist.
Über 80% wird die Luft beim Lüften schwül. Besser auf trockenere Stunden warten.