Stoßlüften bedeutet: Fenster für 5–10 Minuten weit öffnen, dann wieder schließen — statt sie dauerhaft auf Kippstellung zu lassen. Diese Methode tauscht die gesamte Raumluft in wenigen Minuten aus, verliert im Winter deutlich weniger Wärme als Dauerkippen und verhindert Schimmelbildung an den Fensterlaibungen. Es ist die Lüftungsmethode, die von Energieberatern und Bauphysikern am stärksten empfohlen wird.
Viele Menschen lassen Fenster dauerhaft gekippt, weil es bequem erscheint. Tatsächlich ist Dauerkippen in fast jeder Hinsicht schlechter als kurzes Stoßlüften:
Praktischer Zeitplan: 3 × täglich stoßlüften genügt für einen normalen Haushalt — morgens nach dem Aufstehen, mittags und abends. Jedes Mal 5–10 Minuten, Fenster weit auf, Innentüren öffnen für Querzug.
Schlafzimmer: Morgens sofort nach dem Aufstehen lüften, bevor das Bett gemacht wird. Nach einer Nacht mit zwei Personen ist der CO₂-Gehalt deutlich erhöht; 5–10 Minuten Stoßlüften senken ihn auf Außenluft-Niveau.
Küche: Während und direkt nach dem Kochen lüften. Kochen setzt Feinstaub, Feuchtigkeit und Gerüche frei, die sich ohne Lüftung stundenlang in der Raumluft halten.
Badezimmer: Sofort nach dem Duschen 10–15 Minuten lüften. Badezimmer ohne Fenster brauchen einen Abluftventilator, der mindestens 30 Minuten läuft.
Wohnzimmer: Einmal täglich reicht in der Regel. VOCs aus Möbeln und Reinigungsmitteln bauen sich langsamer auf als CO₂ aus Atemluft.
OpenWindow.live zeigt an, ob die Außenluft gerade gut genug für eine Stoßlüftung ist — oder ob Luftqualität, Feuchtigkeit oder Temperatur dagegensprechen.