Soll ich jetzt in Berlin lüften?
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Berlin liegt in der Norddeutschen Tiefebene, wo kontinentale Kaltluft aus dem Osten auf atlantisch-gemäßigte Wetterlagen trifft. Die Sommer sind warm, aber unbeständig: Im Juli werden tagsüber 24°C erreicht, Hitzewellen über 35°C sind in den letzten Jahren häufiger geworden. Die dicken Backsteinwände der Berliner Altbauten speichern die Nachtfrische und machen frühes Lüften besonders effektiv.
Die optimale Lüftungszeit liegt im Sommer zwischen 6 und 9 Uhr, wenn die Nachtabkühlung die Außentemperatur auf 15–18°C gesenkt hat — deutlich unter der typischen Innentemperatur von 24°C. Das Stoßlüften — kurze, intensive Lüftungsphasen von 5 Minuten statt dauerhaft gekippter Fenster — tauscht die gesamte Raumluft aus, ohne die Wände abzukühlen und spart im Winter erheblich Heizenergie.
Die Luftqualität in Berlin ist insgesamt gut (AQI 20–40), mit morgendlichen Spitzenwerten an Hauptverkehrsstraßen. Für Allergiker ist der Pollenflug von März bis August relevant: Birke im April, Gräser im Juni. OpenWindow.live berücksichtigt automatisch den aktuellen AQI der nächstgelegenen Messstation.
In Berlin sind frühmorgens (5–8 Uhr) und spätabends (nach Sonnenuntergang) meist am besten, wenn die Außentemperatur unter die Innentemperatur fällt.
In den meisten Fällen ja. Lüften kann die Innentemperatur in 30 Minuten um 2–5°C senken, wenn die Außenluft kühler ist.
Über 80% wird die Luft beim Lüften schwül. Besser auf trockenere Stunden warten.